Mone SeidelOb längere Ampelphasen oder eine Biotonne vorm Haus: Viele Menschen haben Ideen, ihr Umfeld zu verbessern, wissen aber oft nicht, wie daraus konkrete Veränderungen entstehen können. Genau hier setzt „Faxen for Future“ an: Das interaktive Pop-up-Figurentheater bringt demokratische Beteiligung in den öffentlichen Raum und zeigt spielerisch, wie Menschen ihren Stadtteil mitgestalten können.
Im Mittelpunkt steht die Klappmaulpuppe Lou, die Passant*innen animiert, ihre Anliegen mitzuteilen. Daraus werden anschließend konkrete Handlungsschritte: Über eine Datenbank findet das Projektteam passende Ansprechpartner*innen aus Politik, Verwaltung oder Zivilgesellschaft und nimmt direkt Kontakt auf. Ob Bezirksausschuss, Bürgerschaftsabgeordnete oder Verein – der erste Schritt zur Beteiligung passiert sofort.
„Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen und ihre Umgebung mitgestalten – nicht nur durch Wahlen, sondern auch durch Gespräche und alltägliche Anliegen. Mit Faxen for Future wollen wir zeigen, dass Beteiligung möglich ist und der erste Schritt oft einfacher ist, als man denkt“, sagt das Projektteam der Stadtteilkulturzentren HausDrei, KulturKlinker Barmbek und Zinnschmelze.
Die Premiere im Juni 2026 auf dem Bert-Kaempfert-Platz in Barmbek-Nord zeigte das Potenzial des Formats: Zahlreiche Passant*innen kamen ins Gespräch und brachten ihre Anliegen ein – von barrierefreien Umbauten über öffentliche Wasserspender bis zu Gefahrensituationen auf Rad- und Fußwegen. Mehrere Anliegen konnten noch vor Ort weitergeleitet werden.
Nach der erfolgreichen Premiere geht „Faxen for Future“ in die nächste Runde. Die nächsten Performances finden statt am:
25. Juli 2026 von 15:00 – 17:00 Uhr auf der Piazette an der Fuhlsbüttler Straße in Barmbek,
22. August 2026 von 16:00 – 18:00 Uhr auf dem Goetheplatz, Altona.
25. September 2026 von 16:00 – 18:00 Uhr auf dem Goetheplatz, Altona.
„Faxen for Future“ ist ein gemeinsames Projekt von HausDrei, Zinnschmelze und KulturKlinker Barmbek im Rahmen des Programms „Formate für die Demokratie“, die rund 20 Mitgliedseinrichtungen von STADTKULTUR HAMBURG im Rahmen eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses erarbeiten. Ziel des Projekts „Formate für die Demokratie“ ist es, neue, nachhaltige und übertragbare Ansätze der Demokratieförderung zu entwickeln. Das Projekt Formate für die Demokratie findet im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteilkultur statt und wird durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg gefördert.


Canva/Zinnschmelze